„Webdesign Agentur Böblingen“ eingeben, und Sie bekommen eine Seite voller Treffer, die alle dasselbe versprechen: modern, individuell, SEO inklusive. Dieser Leitfaden ist keine Rangliste – wir sind selbst Anbieter in Sindelfingen und würden uns in einer eigenen Rangliste kaum auf Platz zwölf setzen. Stattdessen bekommen Sie das, womit wir selbst einen Dienstleister prüfen würden: Kriterien, die jeder Anbieter in zehn Minuten beantworten kann – und bei denen sich zeigt, wer liefert.
Freelancer, kleine Agentur, Großagentur – oder Baukasten
Bevor Sie Angebote vergleichen, lohnt ein Blick darauf, welche Art von Anbieter zu Ihrem Vorhaben passt. Die vier Wege unterscheiden sich weniger im Ergebnisbild als darin, wer die Arbeit macht und was danach passiert.
| Weg | Wofür er passt | Woran es oft hakt |
|---|---|---|
| Baukasten, selbst gemacht | Erste Visitenkarte im Netz, Nebenprojekt | Ihre eigene Zeit; enge Grenzen bei Design und Sichtbarkeit; die Seite gehört Ihnen nur, solange Sie das Abo zahlen |
| Freelancer | Klar umrissene Projekte mit einem Ansprechpartner | Vertretung bei Krankheit und Urlaub; selten Design, Technik, SEO und Shop aus einer Hand |
| Kleine spezialisierte Agentur | Unternehmen, die über die Website Anfragen gewinnen wollen; Seiten mit Shop oder Anwendung dahinter | Qualität hängt an wenigen Personen – genau hinsehen, wer umsetzt |
| Große Full-Service-Agentur | Konzerne, Portale mit vielen Beteiligten | Projektmanager statt Umsetzer, lange Wege, Budgets, die für den Mittelstand selten passen |
Preisspannen je Weg stehen im Ratgeber „Was kostet eine Website“.
Für die meisten Betriebe in der Region – Handwerk, Praxen, Kanzleien, Händler, Zulieferer – liegt der passende Weg zwischen Freelancer und kleiner Agentur. Dort entscheidet nicht die Firmengröße, sondern die Antworten auf die folgenden Fragen.
Sieben Fragen, die Sie jedem Anbieter stellen sollten
- Kann ich Ihre Referenzen aufrufen? Nicht Screenshots, sondern Adressen. Klicken Sie durch, auf dem Handy: Lädt die Seite schnell, funktioniert das Formular, steht im Impressum wirklich der Kunde?
- Wer baut meine Seite? Die Person aus dem Erstgespräch oder jemand anderes? Bei Agenturen mit eigenem Vertrieb ist der Umsetzer oft ein Unbekannter. Lassen Sie sich die Person nennen.
- Bekomme ich einen Festpreis mit Leistungsbeschreibung? Stundenkonten ohne Obergrenze sind kein Angebot. Seriös ist: Umfang schriftlich, Preis fest, Änderungen danach nachvollziehbar.
- Gehören Domain, Inhalte und Code am Ende mir? Fragen Sie nach den Zugängen zu Domain, Hosting und Quellcode. Wer ausweicht, plant ein Abo, aus dem Sie nicht herauskommen.
- Wie schnell lädt Ihre eigene Website? Messen Sie sie mit PageSpeed Insights, kostenlos in einer Minute. Wer die eigene Seite nicht schnell bekommt, bekommt Ihre auch nicht schnell.
- Wie werde ich in meiner Stadt gefunden? Eine konkrete Antwort nennt Google-Unternehmensprofil, Stadtseiten, strukturierte Daten und Ladezeit. „Wir machen SEO“ ist keine Antwort, „Platz 1 garantiert“ ist ein Warnsignal.
- Was passiert nach dem Livegang? Wer ändert Texte, wer spielt Sicherheitsupdates ein, was kostet eine Stunde Pflege? Das gehört ins Angebot, nicht in die erste Rechnung danach.
Webdesign, Webentwicklung, Online-Shop: drei verschiedene Aufträge
Die drei Begriffe werden durcheinander benutzt, meinen aber verschiedene Dinge – und oft verschiedene Anbieter. Wer vorher weiß, was er braucht, bekommt vergleichbare Angebote statt Äpfel und Birnen.
Webdesign: die Seite, die Anfragen bringt
Gemeint ist der klassische Firmenauftritt: Startseite, Leistungen, Referenzen, Kontakt, dazu Stadtseiten für die lokale Suche. Entscheidend sind Struktur und Texte, nicht Effekte. Eine gute Agentur fragt zuerst, wer Ihre Kunden sind und wonach sie suchen – und erst dann nach Farben. Was dabei entsteht, zeigen wir unter Webdesign.
Webentwicklung: wenn die Seite arbeiten soll
Kundenportal, Terminbuchung, Konfigurator, Schnittstelle zur Warenwirtschaft, Zeiterfassung für das Team: Das ist Software, keine Website. Hier zählt, ob der Anbieter selbst entwickelt oder fertige Teile zusammensteckt, wie die Anwendung gewartet wird und wem der Code gehört. Bitten Sie um ein Projekt, das Sie anfassen dürfen. Mehr dazu unter Webentwicklung.
Online-Shop: Shopify oder individuell
Für die meisten Händler aus der Region ist Shopify der vernünftige Weg: ausgereift, sicher, ohne eigenen Server. Individuell entwickelt wird, wenn Sortiment oder Abläufe in kein System passen. Ein guter Shop-Anbieter spricht von Anfang an über die Abläufe hinter dem Shop – Bestellbestätigung, Lager, Rechnungen, Bewertungsanfragen –, nicht nur über das Design der Produktseite. Den Systemvergleich finden Sie unter Shopify oder WooCommerce, unser Angebot unter E-Commerce.
Was in der Region Stuttgart anders ist
Zwischen Sindelfingen, Böblingen, Stuttgart und Esslingen sitzen Weltkonzerne neben inhabergeführten Betrieben. Für die Website heißt das: Der Wettbewerb um Begriffe wie „Webdesign Stuttgart“ ist groß, der um „Elektriker Herrenberg“ oder „Physiotherapie Sindelfingen“ oft erstaunlich klein. Eine Agentur, die die Region kennt, baut deshalb nicht eine Seite für alle, sondern Seiten für die Orte, in denen Ihre Kunden tatsächlich suchen – wie das geht, steht in unserer Local-SEO-Anleitung.
Nähe ist kein Qualitätsmerkmal, aber ein praktisches: Fotos vor Ort, ein Termin in Ihrem Betrieb, ein Anruf, der nicht in der Warteschleife landet. Entscheiden Sie nach den sieben Fragen – und nehmen Sie die Nähe als Bonus, nicht als Grund.
Warnsignale, die wir in Erstgesprächen regelmäßig hören
- „Individuelles Design“ auf Basis eines gekauften Themes. Fragen Sie nach dem Namen des Themes. Ein Template ist nicht verwerflich – es darf nur nicht als Einzelstück verkauft werden.
- Rankings mit Garantie. Niemand kontrolliert Google. Seriös ist eine Methode, keine Zusage.
- Monatsabo ohne Eigentum. Am Ende der Laufzeit haben Sie viel gezahlt und besitzen nichts – weder Domain noch Code.
- Kein Impressum, keine erreichbaren Referenzen. Wer sich selbst nicht zeigt, zeigt auch Ihre Seite nicht gut.
- Das Angebot kommt vor dem Gespräch. Ein Preis, bevor jemand nach Ihren Kunden gefragt hat, ist ein Paketpreis – und Sie zahlen für Dinge, die Sie nicht brauchen.
Checkliste für das Erstgespräch
- Ihr Ziel in einem Satz: mehr Anfragen, mehr Bewerber, mehr Verkäufe – oder erst einmal gefunden werden.
- Drei Websites, die Ihnen gefallen, und was genau Ihnen daran gefällt.
- Die Orte und Leistungen, für die Sie gefunden werden wollen.
- Vorhandenes Material: Logo, Texte, Fotos, Bewertungen, Referenzen.
- Zugänge zu Domain und bisherigem Hosting – oder die Information, wer sie hat.
- Ein Budgetrahmen. Orientierung gibt der Ratgeber Was kostet eine Website.
- Die sieben Fragen von oben, ausgedruckt oder auf dem Handy.
Wo Kaynegroup steht
Damit Sie uns mit derselben Messlatte prüfen können: Unsere Referenzen sind alle live aufrufbar, drei davon als Fallstudie mit nachzählbaren Zahlen. Umsetzer ist Kaan Yilmaz, der Inhaber – er führt das Erstgespräch und baut die Seite. Nach dem Gespräch gibt es innerhalb von 7 Tagen einen kostenlosen Design-Entwurf, danach ein Festpreis-Angebot. Domain, Inhalte und Code gehören Ihnen. Die Ladezeit von kaynegroup.de messen Sie gern selbst.
💡 Ehrlich gesagt
Wir sind nicht für jedes Vorhaben die richtige Wahl. Ein Konzernportal mit zwanzig Beteiligten braucht eine andere Struktur als eine Agentur, in der der Inhaber selbst baut. Dafür sagen wir Ihnen im Erstgespräch auch, wenn ein Freelancer oder ein Baukasten für Ihren Fall reicht.